Zwergkaninchen Infos und Tipps
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Zwergkaninchen sind äußerst friedfertige und liebenswürdige Heimtiere, die meist tagaktiv
sind. Wildkaninchen leben gesellig in Kolonien, deshalb fühlen sich auch Zwergkaninchen
zu mehreren wohler als in Einzelhaltung. Wer sie züchten möchte, hält sie paarweise.

Ein kastriertes Männchen mit mehreren Weibchen. Mehrere Weibchen können sich anei-
nander gewöhnen, wenn man entweder Nestgeschwister oder möglichst junge Tiere am
gleichen Tag kauft. Die Rangordnung wird aber nach Erreichen der Geschlechtsreife aus-
getragen. Geschlechtsreife Tiere, die sich fremd sind, sind sich gram.
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Wissenschaftlicher Name

Oryctolagus cuniculus. Zwergkaninchen gehören zwar zu den "Hasenartigen", sind aber nicht mit diesen verwandt und lassen sich mit Hasen nicht kreuzen. Sie gehören beide nicht zu den Nagetieren.

Heimat

Europa. Abstammung vom europäischen Wildkaninchen, das Gras- und Buschlandschaften bevorzugt

Beschreibung

Ihr ursprüngliches Fell ist wildfarben graubraun und den schwarzen Schwanz ziert eine buschige Spitze. Körperlänge ca. 30 cm, Löffellänge bis 7 cm. Die Hinterbeine (mit 4 Zehen) sind länger als die Vorderbeine (mit 5 Zehen).

Rassen

Es gibt mittlerweile 35 Rassen mit über 100 Farbschlägen (Rex oder Löwchen), auch Widderzwerge mit Hängeohren.

Lebenserwartung

8-10 Jahre

Gewicht

1000 bis 3000 g

Geschlechtsunterschied

Legt man das Tier auf den Rücken und streicht auf dem Bauch mit leichtem Fingerdruck in Richtung Genitalien, so tritt beim Männchen der Penis etwas hervor. Die Scheide zeigt sich schlitzförmig.

Säugezeit

ca. 3 Wochen

Tragzeit

28 bis 31 Tage

Zahl der Jungen

bis ca. 10. Die Nesthocker kommen nackt, mit geschlossenen Augen und Ohren zur Welt.

Haltung und Pflege

Standort in Augenhöhe, nicht auf kaltem Boden, vor Zugluft, Nässe und direkter Sonneneinstrahlung geschützt, bei
Zimmertemperatur. Die Tiere sollten mit uns wohnen dürfen und nicht abseits stehen. Vor anderen Heimtieren oder
gar Raubvögeln oder anderen Raubtieren (draußen) müssen sie geschützt sein.
Mit Geduld und Einfühlungsvermögen eingewöhnen.

Ernährung

Kaninchen sind Pflanzenfresser, deshalb sollten frisches Heu und Kräuter (spritzmittelfrei) immer sauber und frisch im Käfig vorhanden sein. Zusätzlich kann täglich ein Esslöffel Fertigfutter (Pellets) gefüttert werden. Ergänzt wird das Hauptfutter durch Grünfutter (z.B. Karotten, Löwenzahn, Äpfel etc.). Nagerholz oder ungespritzte Obstbaumzweige sind
wichtig für das Abnutzen der lebenslang nachwachsenden Schneidezähne.
Nagersticks und Spezialitäten wohldosiert geben, sie dürfen nicht zu schnell satt machen oder zur Verfettung führen.
Bei bester Ernährung und Pflege werden Zwergkaninchen kaum einmal krank.
Eine Futterumstellung immer langsam und schrittweise vornehmen.
Um Verfettung vorzubeugen, sollte man das Kaninchen alle 2 Wochen wiegen.

Bitte nie füttern!

Milch (unverdaulich)
altes Brot (macht zu schnell satt, fett und einige Inhaltsstoffe können schaden)
Kohl (bläht)
grüner Salat (gefährlich)
Stielansätze von Tomaten und Möhren
grüne Stellen von Kartoffeln

Trinkwasser

Auch bei Grünfütterung täglich frisch geben. Vor dem Füllen der Trinkflasche (mittags!) das Wasser aus der Leitung
mindestens 3 Minuten ablaufen lassen, um Schwermetallvergiftungen zu vermeiden.

Freilauf

Vorsicht vor gefährlichen Gegenständen (Kabel, offene Türen und Schubladen, Tabletten, Chemikalien, Putzeimer etc.) und giftigen Zimmerpflanzen (Dieffenbachie, Oleander, Weihnachtsstern, Wolfsmilchgewächse, Philodendron, Christusdorn, Porzellanblume usw.), Gestecken und Vasen mit Schnittblumen aller Art.

Hygiene

Täglich sämtliche Futterreste entfernen, Futternapf und Wasserbehälter säubern.
Alle zwei Tage Toilette säubern. Einstreu mindestens wöchentlich wechseln.
Wöchentlich 1-2 x mit Ungezieferkamm und Feinbürste kämmen, Langhaartiere täglich.

Kaninchenheim und Einrichtung

Kaninchen sind sehr aktiv und brauchen möglichst viel Platz. Das Kaninchenheim sollte mindestens 120 x 60 x 50 cm groß sein. Keinenfalls Pflege in Wannen, Kartons oder ausgedienten Aquarien, niemals auf Gitterboden (beschädigt die
empfindlichen Beine und die Tiere können ihren Blinddarmkot nicht aufnehmen).
Das Häuschen sollte ein Flachdach, möglichst eine Rampe und 2 Schlupflöcher besitzen und jedem Tier sollte ein Haus zur Verfügung stehen. In großen Heimen und im Freilauf sollte man das Häuschen in die Mitte stellen.


maxi-zoo_kaninchen
Zur Ausstattung gehören:

gutes Fachbuch
Kaninchenheim
Häuschen
Futternapf- oder spender (nage- und standfest)
Heu- und Futterraufe (abdeckbar)
Trinkflasche (250 ml pro Tier)
Einstreu staubfrei (auch Strohpellets)
Kaninchentoilette
Reinigungs-/
Deospray
Sommerauslauf (verankerbares Weidegitter mit Abdecknetz, Schlafhaus und Abschattierung)